Pet Peeves III
Cost cutting vs. Usability
Wenn wir gerade dabei sind...
In den letzten Jahren immer häufiger anzutreffen ist die Kostenersparnis zu ungusten des Kunden. Zwei Beispiele gefällig?
Tablet im Auto
Immer noch ein starker Trend, wobei die Ersten langsam schon wieder abkommen davon: Was ehemals Anzeigelampen (später LED) und (ertastbare) Schalter im Auto waren, wird heute über ein (möglichst grosses) Tablet mit Touchscreen in Wagenmitte abgelöst.
Im Dunkeln blendet das Teil und ist wg. mangelndem taktilen Feedback generell ohne Hingucken nicht bedienbar (je nach Feuchtigkeit der Finger auch nach mehrfachen Berührungen nicht) und lenkt ausserdem wegen der Position am Rande des Blickfelds vom Strassenverkehr ab. Nur: Knöpfe und separate Anzeigen kosten (sowohl in der Herstellung als auch im Einbau) mehr und dem Kunden wird das als "Fortschritt" und "modern" verkauft.
Touch Bedienung vom Herd
In letzter Zeit mal versucht, einen Herd mit den früher üblichen Frontbedienungselementen zu finden? Ist nicht ganz einfach - die meisten Herde haben heute die (Touch-)Bedienung direkt auf der Herdoberfläche integriert.
Genial für den Hersteller: Er muss nur noch ein einzelnes Teil liefern ("all inklusive" ;-),
genial für den Küchenbauer: Er muss nur noch ein Teil verbauen und einmal an den Strom anschlieesen
weniger genial die nächsten 10 Jahre für den Koch/die Köchin: Mit nassen Fingern ist das Teil nicht bedienbar und, wenn was überkocht, auch recht heiss und unangenehm. Beim Putzen pfeift das Teil und stellt ganz ab. Mit fettigen Fingern geht's auch nicht und mehrere Platten hintereinander zu bedienen ist nicht mehr so einfach.
Mein Vorschlag (Hey, das wäre innovativ, ich gebe euch die Idee gratis und kaufe sofort so ein Teil, wenn ihr es herstellt): Macht doch bitte wieder ein separates Bedienelement, Batterie betrieben, flach, (evtl mit einem LCD Display), das man irgendwo in der Nähe des Herds montieren kann (am Abzug, auf eine Schublade, an die Wand neben den Herd, wo auch immer) und das via Bluetooth (meinetwegen auch proprietäre Verbindung) die gewünschten Einstellungen den Kochplatten übermittelt (und ggf. den Feedback von dort holt).
Es darf (muss aber nicht) auch eine "App" dafür geben, aber bitte nicht via Internet als "intelligentes Gerät mit AI Unterstützung"- so über kandidelt muss es dann doch nicht sein..